re:aktiv

@#rp11 re:aktiv! Niemand nutzt die Messe aus, um die dort geballte Aufmerksamkeit mit Unkonventionellem, Aufsehen erregendem auf sich zu ziehen. Auf sich und seine Leistungen. Alle halten sich an das Veranstaltungsformat: Möchtest du ein Podium? Dann melde eins an! (Du bekommst auch eins.) Provokationen lassen vergebens auf sich warten. Viele Teilnehmerinnen möchten angesprochen werden und haben auf ihr Namensschild ihren Twitternamen dazugeschrieben. Produktion auf Halde. Warten auf Anerkennung. Ich finde es cool und bezeichnend, dass Herr Lobo als fremdernannter Hahn im Korb der Szene wenigstens eine Provokation vorspielt. Ich kenne mich in den Bloglandschaften nicht aus. Ich sehe es ähnlich wie Stefan:

“Die Zusammenfassung zusammengefasst könnte lauten: ,Schafft endlich die den Produktionsmitteln adäquaten Produktionsverhältnisse, damit wir auch mal an die Fettnäpfe kommen!’ (…) Der allgemeine Netzzugang ist eben nur theoretisch eine politische Forderung, praktisch ist er vor allem eines: die Ermöglichung von Business.”

Damit sind die historisch-materialistisch orientierten Aspekte seiner Beobachtungen herausgepickt. Aufschlussreich. Dann frag ich, warum dann nicht die größeren Player des Internets auf der re:publica mitfordern. Hier kommt die kulturelle Seite der offline-Plattform in den Blick. Es ist keine Show der Gewinnerinnen und der Höchstleistungen. Die Besitzerinnen des Netzes treffen die Politikerinnen auf anderen Kanälen. Solchen Strukturen wären Blogs auch kein Medium. Blogs sind Anhängsel (oder der Wille, einer zu sein, Ausnahmen bestätigen die Regel) Anhängsel der formellen Medien. Erfolgreiche Blogs können in potentere Kommunikationsplattformen umgewandelt werden. In eine Buchveröffentlichung etwa. Dass in einer Republik wie unserer, in der es zur Zeit keine mächtigen Oppositionsbewegungen gibt, wenig Möglichkeiten bestehen, das Blogging als Anhängsel politischer Willensbildung in wirksam zu betreiben, verunmöglicht, einen prodemokratischen Aktivismus-Nimbus zu pflegen.

Marathonlauf

Beim 31. Berliner Halbmarathon 2011 liefen 28.000 TeilnehmerInnen. Etwa zwei Drittel erreichten das Ziel nach 21 Kilometern. Öffentliche Marathonläufe und öffentliche Ausstellungen haben gemein, dass alle “LäuferInnen” sie allein und individuell durchlaufen.

Unsere Opfer, unsere Täter

Das sagen die Befragten nicht: Wir müssen den Opfern gedenken. Sie sehen die Opfer nicht als ihre Opfer. Ihr deutscher Nationalstolz wird noch belangloser dadurch, dass sie die deutschen Juden nicht zu sich zählen. Obwohl gerade die ermordeten Juden einen guten Beitrag zur Standortentwicklung leisten könnten. Sie haben damals beim Wiederaufbau gefehlt, sie fehlen heute als Entspannungsfaktor. Die Erinnerung an Verstorbene, erst recht ermordete Mitmenschen ist einem teuer. Aber alle ermordeten “Volksfremden” interessieren nicht oder stören. Sie sind eine Hypothek, eine Belastung.Ist die Welt nicht schöner, wenn wir sie als unsere Opfer anerkennen? Das wäre ehrlich, wohltuend und entspannend. Und trotzdem genausoverpflichtend wie die Ablehnung der Schuld. Nur dass wir uns einer anderen Sache verpflichten als die Nationalen. Ich hatte lange ZEit Horror vor einem Konzentrationslagerbesuch. Mit der Schule habe ich nie ein KZ besucht. Mit 25 war ich zum ersten Mal in Sachsenhausen. Ich merkte, wie die Toten mir seit jeher ein Alb sind. Ich merkte auch, dass diese Form des Gedenkens, das einfache Besuchen der Toten die Toten freut und und Genugtuung bringt. Auch sind die Toten langsam müde. Die meisten ihrer überlebenden Mitmenschen sind auch schon tot. Die ungerechten Toten fordern Gerechtigkeit für sich, sie tun dies aktiv aber nur ein zweites Leben lang.

Mit einem emphatischen, sowohl naiven als auch durchschauenden Solidarität mit den Opfer.

Output puts out

Wenn man eine Zeichentaste lange gedrückt hält, erscheinen viele Zeichen. Zum Beispiel nur Ausrufungszeichen. Eine stilisierte Ausrufung. Wie groß kann so ein Ausruf sein, der noch per mail versendbar ist? Wikipedia: k.A. (Ein gutes Zeichen!)  meadow: “das kann afaik der mailserver bestimmen. theorethisch ist der plattenplatz des servers das maximum -> wird aber nicht so sein weil, das ne sicherheitslücke wäre. bin mir ziehmlich sicher, dass es keine begrenzte länge gibt.” Ich drücke also gefühlte 2 Minuten die Paste-Tastenkombi mit dem schon einkopierten Block von Ausrufungszeichen. Wenn ich loslasse, rechnet mein Rechner erst mal ein paar Sekunden, das Fenster stellt sich ein paar Sekunden taub. Senden dauert auch. Mein Handy hat eine Kopie bekommen, das Original habe ich an eine vertraute Freundin geschickt, weil es auch ihre Aktion hätte gewesen sein können. Die Mail wurde nur teilweise geladen. Link: “verbleibende 240 KB laden” Bald hatte ich aber keine Lust mehr, auf die Anzeige im Handy zu warten zu warten. Der Rest schien zwar heruntergeladen worden zu sein. Der Arbeitsspeicher hat vielleicht lange dran gerechnet. Jedenfalls hab ich es dann weggelegt. Und ich hab nur 2 Minuten gebraucht, das zu produzieren! Was man in 2 Minuten für einen Output per Hand produzieren kann! Dichte Beschreibung des Internets. Mein Kunstwerk des Tages. 5 Minuten später. Einfachmal noch was ausprobieren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Jungs und Mädchen

Da alle Befragten  sich freundlicherweise einem Geschlecht zugeordnet haben, lassen sich auch alle Antworten geschlechtlich sortieren. Das hält mich immer wieder auf. Auf beeindruckenden Ausflügen in die Tiefen der Datenbank lassen sich Sozialisationen beobachten, die ich mit meinen Fragestellungen gar nicht im Fokus hatte.

Söhne sehen die Lebenssituation ihrer Väter etwas negativer als Töchter. (Bei der Sicht auf die Mütter lässt sich solch ein Unterschied nicht nachweisen.) Haben es Väter von Söhnen schwerer als Väter von Töchtern?

Töchter, die ihr Abitur im ehemaligen sowjetischen Sektor absolvieren, kreuzen zu 71% an, ihre Mutter hätte einen eher sicheren Job. Null Prozent kreuzen an, der Job der Mutter sei eher unsicher. Anders der Tochter-Mutter-Blick im ehemaligen Westsektor: Job sicher: 44%, Job unsicher: 22%. Und jetzt kommt das Rätsel: 89% der West-Gymnasiastinnen geben an, ihre Mütter seien “oft zufrieden mit ihrem Job”. Null Prozent kreuzen an, die Mutter sei “oft genervt von ihrer Arbeit”. Aber nur 67% der Ost-Gymnasiastinnen sehen ihre Mütter “zufrieden mit ihrem Job” und 24% “oft genervt von ihrer Arbeit”.

Jungs, die für ihre Mutter “Hausfrau” angekreuzt haben, schätzen sie häufiger “zufrieden” ein als Mädchen, deren Mütter Hausfrauen sind. Das liegt wohl entweder daran, dass Jungs unkomplizierter sind und deshalb ihrer Mutter weniger Arbeit verursachen als Mädchen, oder daran, dass sie einfach öfter im Haushalt mithelfen als Mädchen und Mutti deshalb öfter Grund zur Freude hat.

Themenwechsel. “Ein freiwilliger Museumsbesuch zeigt, dass es einem insgesamt gut geht und man nicht zu viele andere Sorgen hat.” Von den 31 Personen, die der Aussage voll zustimmen bzw. zustimmen, sind 20 weiblich und 11 männlich. Hypothese zur Interpretation: Museen thematisieren meist Ausschnitte der menschlichen Welt. Diese sind von Männern beherrscht. Gerade Geschichtsmuseen erzählen deutlich mehr von entscheidenden Männern als von entscheidenden Frauen. Gleichwenn das die historische Realität treffen sollte, erleben Frauen diese Öffentlichkeit als für ihresgleichen weniger zugänglich. Sie treffen dort auf weniger role models als Männer. Parallel dazu werden an diesen öffentlichen Orten Interpretationen der Gesellschaften verhandelt. Weibliche Kinder werden weniger intensiv als männliche für ihre Teilhabe am Politischen sensibilisiert. Weiblich sozialisierte nehmen den Themenkanon in den Museen als uninteressanter wahr als männliche, woraus resultieren könnte, dass sie denOrt weniger als Ort der Auseinandersetzung wahrnehmen und öfter als “schönen Ausflug” ansehen.

Die Antworten auf die Skalenfrage nach dem Interesse an Geschichtsausstellungen fallen bei beiden  Geschlechtern gleich aus, ebenso bei der Skalenfrage nach ihrem Interesse am Nationalsozialismus.

So, jetzt ist es schon spät. Hier noch was zum Einschlafen für Intellektuelle

 



Nationalsozialismus

Auf dem Weg zur Kneipe nach einer Colloquiumssitzung erzählte jemand, eine Freundin hätte nach dem Aufwachen ab und zu die Erinnerung, sie hätte im Traum spannende Überlegungen zu ihrem Forschungsthema angestellt. Da soll sie sich Zettel und Stift neben ihr Bett gelegt haben, um bei der nächsten Sendung im Schlaf vielleicht schlaftrunken oder schlafwandelnd zum Stift zu greifen. Als sie danach mal wieder aufwachte, freute sie sich, als sie eine Notiz sah. Sie hatte des Nachts “Nationalsozialismus” geschrieben. (Das war auch ihr Forschungsthema.) (Diese Deutschen!)